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| AKT IV Fernsehstudio “Bereit?” fragte Logan Original Cindy, als er den Aztek vor die Tür des Studios fuhr. „Ich wäre bereiter, wenn ich packen würde,“ antwortete Original Cindy und warf Max einen gezielten Blick zu, die aber lächelte nur und schüttelte den Kopf. „Beruhige dich, ja? Ich habe dir gesagt, dass es keine Chance gibt, dass du so ein Teil durch die Sicherheitskontrolle bringst. Du weißt ich bin da. Jetzt geh, oder du kommst zu spät.“ Cindy sprang aus dem Rücksitz des Autos und winkte beiden keck zu, bevor sie ins Gebäude ging. Logan setzte den Wagen in Bewegung, fuhr zur Rückseite und stoppte hinter einem Müllcontainer. „Du bist dran,“ sagte er zu Max, „Ich arrangiere das hier.“ Er steckte die Hand in seine Hemdtasche und zog zwei Funkeinheiten heraus, von denen er eine Max gab. Max sah hinunter auf ihre Hände, als er ihr die Einheit gab und sah dann hoch und entdeckte, dass er die gleiche Sache machte. Ihre Augen blieben einen Moment aneinander hängen. Max lehnte gegen den Tisch in Logans Computerraum. Logan langte vor und gab ihr die Funkeinheiten. Sie hielten für einen Moment die Hand des anderen. „Wir können doch warten, oder?“ fragte sie, und starrte in seine Augen. „Wir haben alle Zeit dieser Welt, ich weiß,“ entgegnete er, lächelnd, seine Augen versprachen ihr dies und mehr. Max schüttelte die Erinnerung ab und nahm die Kommeinheit aus seiner Hand, wobei sie ihre Finger gegen seine streichen ließ. „Bleib in Kontakt,“ sagte Logan sanft. „Immer,” gab sie zurück, küsste ihn schnell auf die Lippen und stieg aus. Sie steckte die Kommeinheit in ihr Ohr und ging weg vom Auto, schon im Schleichmodus. Die Augen offen haltend ging sie zu einer Stahltür und versuchte, sie zu öffnen, aber sie war abgeschlossen. „Großartig,“ murmelte sie. “Was?” flüsterte Logan über Funk. „Meine Fähigkeiten beim Schlossknacken sind etwas eingerostet,” sagte sie ihm. „Ich verschwende hier meine Zeit, während ich da drinnen sein sollte, um ein Auge auf die Dinge zu haben.“ Trotz ihrer Beschwerde hatte sie die Tür binnen Sekunden geöffnet und kroch hinein. Die Tür öffnete sich in einen dunklen Flur, dem sie folgte, bis sie zu einer großen Öffnung im Ventilationssystem kam. „Okay, bist du schon drin?“ flüsterte sie Logan zu. „Jep. Ich blockiere die Signale ihrer Sicherheitskameras und Wärmesensoren, damit sie nicht in der Lage sein werden, dich zu entdecken. Für eine Fernsehsendung haben sie ein ziemlich gutes System.“ Logan sah auf seinen Laptop und beobachtete den roten Punkt, der Max war, der auf einem Plan des Gebäudes auftauchte. „Okay, du kannst reingehen und werde dich zum Backstage Bereich lotsen. Du solltest dort in der Lage sein, an den Laufplanken rauszukommen und dich dort zu verstecken.“ „Warum darfst du immer im Auto bleiben und ich muss in den Lüftungskanälen rumkrabbeln?“ fragte Max als sie die Verkleidung abnahm und hineinkletterte.
Der Grüne Raum Original Cindy wurde von einem mürrischen Mann in einem schwarzen Anzug in den Warteraum gebracht, und sie sah nervös aus, bis sie ihre Mitbewerber entdeckte. Dann wandelte sich ihr leicht ängstlicher Ausdruck in ernsthafte Verwirrung. „Was machst du hier, Trottel?“ „OC!“ Sketchy, unvorbereitet erwischt, änderte seinen Ausdruck der Überraschung in ein breites Lächeln und eilte zu ihr hinüber. „Das ist ja klasse! Warum hast du uns nicht erzählt, dass du bei der Show mitmachen wirst?“ „Ich? Was ist mit dir? Du hast eine Chance ausgelassen, die Mädels zu beeindrucken, irgendwas muss los sein,” schnappte Original Cindy. Sketchy grinste verschwörerisch. „Ja, ich wollte es ihnen sagen, aber ich..“ er hielt inne und sah verstohlen über seine Schulter, dann senkte er seine Stimme und fuhr fort, „—undercover. Das wird mein großer Durchbruch. Max hat mich immer von den Berichten über die Transgenetischen ferngehalten, also bin ich zu meinem Verleger gegangen und habe ihn gebeten, mich in diese Show zu bringen, um einen exklusiven Bericht zu bringen – du weißt schon, hinter den Kulissen? Die Show ist so populär, ich dachte mir, die Leute würden es fressen.“ Original Cindy rollte ihre Augen und seufzte. „Und du musstest dir ausgerechnet heute aussuchen, oder?“ „Das ist so cool,“ fuhr Sketchy fort, ihre Verzweiflung bemerkte er nicht. „Hey, wir müssen einander versprechen, dass das unsere Freundschaft nicht beeinträchtigt, okay?“ Original Cindy schnaubte. „Sketchy, sieh mal...tu mir einen Gefallen – sobald das hier vorbei ist, sieh zu, dass du hier rauskommst, okay?“ Sein Lächeln erstarb. „Warum? Warum bist du überhaupt hier? Schreibst du auch freiberuflich? Denn ich weiß, wir sind Freunde, aber ich kann es nicht zulassen, dass du meine Idee stiehlst –“ „Belaste dein ohnehin überlastetes Gehirn nicht mit den Details,“ antwortete Original Cindy. „Versuche, aufzupassen. Du wirst nicht gewinnen, also sobald das Konfetti fällt machst du dich auf den Weg zur Tür und guckst nicht zurück.“ „Was meinst du damit, dass ich nicht gewinnen werde? Du weißt ja nicht einmal, was mein Talent ist,“ sagte Sketchy und klang verletzt. Original Cindy begann etwas zu sagen, dann hielt sie inne und sah ihn an. „Das einzige Talent, dass du hast, ist ein absolutes Chaos aus allem zu machen, in das du dich einmischst.“
Laufplanke über dem Bereich hinter der Bühne Max öffnete leise das metallene Rost, das den Lüftungsschacht verdeckte und rutschte hinaus auf die Laufplanke. „Nett, Logan. Genau wie du gesagt hast,“ flüsterte sie. „Hast du etwas anderes erwartet?“ antwortete er abgelenkt, wobei er auf seiner Tastatur tippte und auf den Bildschirm des Laptops starrte. „Alles bereit für den Hack?“ fragte Max. „Überlass das mir,“ versicherte ihr Logan. „Kümmere du dich um Original Cindy.“ „Kleinigkeit,“ erklärte Max ihm. Sie sah sich um und versuchte sich zu orientieren. Sie war im Backstage Bereich, aber sie konnte die Bühne von ihrem günstigen Ausgangspunkt über dem Boden sehen. Max kroch den metallenen Steg entlang und versuchte unauffällig zu bleiben. Sie fand eine dunkle Ecke, in der sie stehen bleiben konnte, verschränkte ihre Arme und versuchte, es sich bequem zu machen.
Hauptbühne Die Teilnehmer wurden fünfzehn Minuten nachdem Max angekommen war auf die Bühne geführt. Sie beobachtete zunächst die Vorbereitung, dann die Show, als diese sich entfaltete. Sie unterdrückte mehr als einmal ein Gähnen, als der Gastgeber immer weiter redete, wurde aber wacher, als die Teilnehmer begannen, ihr Talent zu zeigen. Die erste Teilnehmerin war eine hübsche junge Asiatin, die einen peppigen Popsong sang, wobei sie ein kurzes Paillettenkleid trug. Max sah, wie Original Cindy mit den Augen rollte und lachte leise. Als nächstes war Original Cindy dran. Max beobachtete erfreut, wie ihre Freundin zum Mikrophon ging und begann, Witze zu erzählen. Es dauerte einige Sekunden, bis das Publikum aufgewärmt war, dann aber lachten sie und klatschten alle paar Worte. „Also, was glaubt ihr, warum haben Frauen so ein schlechtes Selbstbewusstsein und warum denken Männer, dass sie die Helden sind, auch wenn sie hässlich genug sind, dass ein Hund wegen einer Herzattacke vornüber fällt? Ich werd’s euch sagen. Es liegt daran, dass alle kleinen Mädchen mit Barbie spielen. Ich meine, wenn diese Tussi echt wäre, dann wäre sie 2,10 Meter und würde 40 Kilo wiegen. Und davon wären noch mal 25 Kilo nur ihre Oberweite!“ Das Publikum teilte sich, die Männer johlten und die Frauen lachten zustimmend. “Kein Wunder, dass die meisten Frauen denken, dass die Tierfänger ein Netz über sie werfen und jede Minute in den Zwinger schleifen. In der Zwischenzeit spielen kleine Jungs mit diesen obercoolen Superhelden. Ich erinnere mich daran, dass mein Bruder einen hatte, der halb Mensch und halb Käfer war, richtig? Okay, total bescheuert, aber er tritt den bösen Jungs in den Hintern, also ist er cool. Du kannst deinen Arsch verwetten, dass er nicht zu den anderen Käferjungs sagt: ‚Glaubst du, dass diese Flügel meine Hüfte zu breit aussehen lassen?’“ Max begann zu lachen, unterdrückte es aber, als ein Bühnenarbeiter direkt unter ihr durchging. Er hielt an und sah hoch, entdeckte sie im Schatten aber nicht und ging weiter. Als Max ihre Aufmerksamkeit wieder der Bühne zuwandte, war Original Cindy immer noch voll dabei. „Mein Freund Herbal Thought, hat immer diesen Ausdruck benutzt – ‚Alles ist gut, auf ewig und immer.’ Ich sage euch, es war egal, ob er gefeuert wurde, ob seine Frau ihn betrogen hat oder ob eine seiner Freundinnen in einem Hotel als Geisel festgehalten wurde. Es war ‚alles gut, auf ewig und immer.’ Aber seht, mein Kumpel war ein kleiner Kiffer. Wenn du genug von diesen ‚magischen’ Keksen isst, dann kannst du dir sicher sein, dass die Dinge alle gut aussehen, versteht ihr, was ich sage?“ fragte sie, mit einem übertriebenen Zwinkern zum Publikum. “… Also, da haben wir neulich eine gute und eine schlechte Nachricht bekommen. Die gute Nachricht ist, dass der Kongress nur die Steuern für die reichen Leute erhöhen will. Die schlechte Nachricht ist, dass sie uns sagen, dass wir jetzt alle reich sind!“ Die Menge kicherte. „Mensch, verdammt! Ich wünschte, sie hätten mir gesagt, dass ich reich bin! Jetzt habe ich die ganze Zeit gedacht, dass ich in einem besetzten Gebäude lebe, weil ich es mir nicht leisten kann, Miete zu zahlen. Und jetzt finde ich heraus, dass diese Spackos im Kongress denken, dass wir ganzen Hausbesetzer ‚Ghetto chick’ sind. Wisst ihr was? Ich glaube, die haben zu viele von Herbals magischen Keksen gegessen!“ Die Glocke ertönte und signalisierte, dass die Zeit abgelaufen war. Original Cindy verbeugte sich tief, während das Publikum vor Lachen brüllte und laut klatschte. Sie kam auf dem Weg zurück an Sketchy vorbei und grinste ihn an. „Übertriff dass, Spacko.“ Max’ Augen wurden groß, als sie sah, wie Sketchy einen großen Instrumentenkoffer öffnete und ein wundervoll glänzendes und offensichtlich teures Cello herauszog. Er saß auf einem Stuhl, den er mitgebracht hatte und begann. eine ergreifende klassische Melodie zu spielen. Max beobachtete, wie Original Cindys Kiefer vor Erstaunen nach unten klappte und beide lauschten sprachlos Sketchys fehlerfreiem Auftritt. Als es vorbei war, flippte das Publikum aus. Es war offensichtlich, dass Sketchy der Favorit war. Max murmelte zu sich selbst, „Ich hoffe, Logan weiß, was er tut.“ Um sich vorzubereiten begann sie, sich aufzustellen, so dass sie bereit war, sobald die Show vorbei war. Sie fand eine Leiter in einer Ecke und kletterte hinunter. Sobald sie am Bühnenrand angekommen war, rutschte sie hinter einen Vorhang und sperrte die Ohren auf. Das Publikum stimmte ab und nach einigen Minuten gab der Gastgeber den Gewinner bekannt. „Mr. Calvin Theodore, für seine außerordentliche Darbietung auf dem Cello! Sie sind unser Gewinner!“ Hinter dem Vorhang klappt Max Unterkiefer vor Schreck auf. „Logan!“ flüsterte sie aufgebracht. Keine Antwort. Sie klopfte auf die Funkeinheit. „Logan!“ zischte sie wieder, dieses Mal lauter. Plötzlich ging der Vorhang auf und Max fand sich gegenüber eines stämmigen Bühnenarbeiters, ein spitzbärtiger muskulöser Mann in einem schwarzen T-Shirt. „Was machen Sie hier?“ fragte er wütend. Der Lärm des Publikums und die Abschlussmusik der Show übertönten ihn. Max lächelte gewinnend. „Ähm, sorry, ich glaube, ich habe mich auf dem Weg zur Toilette verlaufen,“ stammelte sie. „Es sind keine Zuschauer hinter der Bühne erlaubt,“ grummelte er und fasste ihren Arm. Max sah hinüber zur Bühne, dann zurück zu dem Bühnenarbeiter. „Sorry, Kumpel, aber ich kann nicht mit dir mitkommen. Ich muss auf mein Homegirl aufpassen, weißt du?“ Sie entfernte seinen Arm gewaltsam von ihrem und rammte ihm den Ellenbogen in den Mund. Sie begann sich auf die Bühne zu zu bewegen, aber sie war schnell von mehreren Dummköpfen umzingelt. Seufzend, begann sie zu treten und zu kämpfen. Als der letzte Dummkopf umfiel, sah Max sich um und sah, wie Original Cindy auf sie zulief. „Komm, Mädchen, wir müssen los. Sketchy ist weg.“ „Verdammt,“ fluchte Max. „Welche Richtung sind sie gegangen?“
Hintereingang Logan saß fluchend vor seinem Computer. „Max?“ sprach er in das Funkgerät, bekam aber keine Antwort. Er klickte ein anderes Bild auf, das eine grüne Wellenlinie zeigte, ähnlich die eines Herzmonitors. „Ihre Transmissionen blockieren unsere Funkfrequenz,“ murmelte er. Er tippte weiter aufgebracht, aber nichts schien zu funktionieren. Es atmete ungeduldig aus, dann sah er hoch, als sich eine Tür öffnete. Er sah genauer hin, in dem dunklen Glimmen einer einsamen Straßenlaterne, und sah, wie drei große Männer in schwarzen T-Shirts eine vierte Person aus dem Gebäude brachten. „Was zum Teufel...“ hauchte er, als Sketchys Gesicht in Sicht kam. Die Männer schoben Sketchy schnell in den hinteren Teil eines schwarzen Lieferwagens. „Max?“ wiederholte Logan, aber wieder gab es nur Stille. Er sah sich für eine Sekunde um und versuchte sich zu entscheiden. Als der Lieferwagen wegfuhr, startete er den Aztek und folgte in sicherer Entfernung.
Sektor 12, in der Nähe der Docks Logan folgte dem Lieferwagen in einen Teil von Seattle in der Nähe des Hafens. Die kaputten Lagerhäuser sahen beinahe so runtergekommen aus wie Terminal City, obwohl das Gebiet nicht umzäunt oder abgesperrt war. Der Lieferwagen bog scharf ab und verschwand in einem der Gebäude. Logan fuhr in eine Gasse und parkte den Aztek in den Schatten. Er versicherte sich, dass das Exoskelett fest saß, dann griff er ins Handschuhfach und zog eine Waffe heraus. „Max?“ Er versuchte Max über sein Funkgerät zu erreichen, wurde aber nur von Still begrüßt. Er ließ den „Übertragen“ Knopf angeschaltet, versicherte sich, dass seine Waffe geladen und entsichert war und machte sich auf den Weg zu dem Fleck, wo er den Lieferwagen hatte verschwinden sehen. Es gab ein trippelndes Geräusch und Logan sah hinunter, um eine Ratte, beinahe so groß wie eine Hauskatze, über seine Füße laufen zu sehen. Die Kreatur hielt inne und sah ihn mit perlartig glänzenden Augen an, aber als er eine scheuchende Bewegung in ihre Richtung machte, verschwand sie schnell in den Schatten. Der Boden war voller Müll und Logan ging vorsichtig in den Schatten der Gebäude und versuchte nicht auf irgendetwas zu treten, das ihn verraten würde. Als er das Gebäude erreichte, in das der Lieferwagen gefahren war, sah er sich vorsichtig davor um. Es waren keine Wachen in Sicht und er glitt langsam um die Ecke, wobei er die Mauer umfasste, bis er den Eingang erreichte. Es war keine Tür mehr da und der Eingang in das Gebäude war ein klaffendes schwarzes Loch. “Max?” flüsterte Logan wieder, nur um wieder nichts zu hören. Er festige den Griff um seine Waffe und betrat die Lagerhalle, immer dicht an der Wand und ging weiter, wobei er sich mit der freien Hand an der Wand entlang tastete. “Logan? Wo bist du?” kam Max’ Stimme über Funk. „Was ist passiert?“ “Die Sendung hat meine Transmission blockiert und es verhindert, dass ich mich in die Show hineinhacke. Ich habe gesehen, wie drei Typen mit Sketchy herausgekommen sind und ihn in einen Lieferwagen geworfen haben, also bin ich ihnen zu einem Lagerhaus ungefähr zwei Blocks vom Hafen in Sektor 12 gefolgt. Es geht von der Elliott Avenue ab, in der Nähe der Blocks bei der 15th Avenue.“ “Ich bin so schnell da, wie ich kann.” Max machte eine Pause. „Logan, sei vorsichtig. Geh kein Risiko ein.“ „Werde ich nicht.“ Während sie sprachen, hatte Logan sich seinen Weg in den hinteren Teil des Lagerhauses gebahnt. Es war eine hölzerne Abtrennung vor ihm und er konnte Stimmen auf der anderen Seite hören. „Worauf warten wir noch? Warum werfen wir ihn nicht einfach rein?“ „Morrie dachte, dass er ein Auto hinter uns gesehen hätte, als wir hier reingefahren sind. Ich habe ihn rausgeschickt, um das zu überprüfen.“ Dann gab es ein leises Klicken und Logan fühlte den Lauf einer Pistole in seinem Rücken. „Waffe fallen lassen, Hände hoch und geh geradeaus weiter, Kumpel.“ Die Stimme war ein Grollen in seinem Ohr. Logan gehorchte, als sein ungesehener Fänger ihn vorwärts um die Abtrennung herum schubste. Sketchy hing in einem Stuhl, Hände und Beine gefesselt und die Augen verbunden. Zwei Männer standen in der Nähe.
Straße, vor dem Fernsehstudio „Waffe fallen lassen, Hände hoch und geh geradeaus weiter, Kumpel.“ Max fluchte leise, als sie die Stimme von Logan Angreifer über ihr Funkgerät hörte. „OC, ich muss los... kommst du alleine nach Hause?“ „Klar, Süße.“ Max war weg, bevor die Worte aus Original Cindys Mund gekommen waren und rannte wie verrückt die Straße entlang. Sie erreichte die Hauptstraße und entdeckt eine Biker Bar, vor der ungefähr zwanzig Harleys parkten. Innerhalb von Sekunden hatte sie eine kurzgeschlossen und fuhr los, wobei das Motorrad durch Seattle röhrte. Als ein Sektorkontrollpunkt vor ihr auftauchte, ignorierte sie ihn einfach und fuhr weiter, wobei sie den wachhabenden Officers gerade einmal Zeit ließ rauszulaufen und ihrer rauchenden Spur nachzusehen. Als sie den Ort erreichte, den Logan ihr gegeben hatte, lehnte Max das Motorrad, das sie freigesetzt hatte, gegen die Wand neben dem Aztek. Sie fokussierte ihre Nachtsicht und rannte den Block zu dem Lagerhaus hinunter, das nach Logans Beschreibung wie der wahrscheinlichste Kandidat aussah. In der Dunkelheit machten ihre Geschwindigkeit und ihr schwarzer Catsuit sie beinahe unsichtbar für jegliche beobachtende Augen. Als sie das Lagerhaus erreichte, hielt sie an und sah vorsichtig in die Öffnung.
Lagerhaus in Sektor 12 “Habe euch ja gesagt, dass wir verfolgt werden,” grummelte Logans Fänger. “Wer ist er?” „Vielleicht ein Undercover Polizist?“ Die drei begutachteten Logan. Einer von ihnen tastete ihn ab, vorsichtig, der Waffe, die sein Partner auf Logan gerichtet hielt, nicht in den Weg zu kommen. „Er ist sauber. Hiervon mal abgesehen.“ Er zog den Funkempfänger aus Logans Ohr und warf ihn auf den Boden, wo er ihn mit seinem Stiefel zertrat. Derjenige, der das Kommando zu haben schien, sah an ihm auf und ab. „Verdammt. Frage mich, mit wem er verbunden war.“ “Was machen wir, Rennie?” fragte der dritte Mann. „Sollen wir ihn zusammen mit dem anderen beseitigen?“ „Wahrscheinlich, aber ich muss erst mit dem Boss reden.“ Rennie drehte sich um und sprach Logan direkt an. „Für wen arbeitest du? Sektorbullen? Bundestruppen?“ Logan starrte ihn nur an und weigerte sich zu antworten. Sein Fänger grunzte angeekelt und zog ein Handy heraus, während er in die am weitesten entfernte Ecke ging. Sketchy hing immer noch in dem Stuhl, offensichtlich bewusstlos. Nach ein paar Minuten kam Rennie zurück. „Der Boss sagt, wir sollen ihn beseitigen. Wir haben Freunde bei der Polizei und es gibt keine laufenden Ermittlungen. Also ist es egal, mit wem er gesprochen hat. Er wird nur ein weitere toter Freak sein. Hol das Tätowiergerät.“ Logan bemerkte, dass Sketchys Nacken einen deutlichen Strichcode trug. Zwei der Männer griffen Logans Arme und zogen sie hinter ihn, dann schnappten Handschellen ein. Sie drückten ihn grob auf die Knie, dann drückte einer seinen Kopf hinunter und entblößte seinen Nacken. Logan wartet auf das Gefühl der laserbetriebenen Tätowierpistole auf seinem Nacken, aber es war nur still. Morrie stieß eine Reihe von Flüchen aus. „Batterien sind tot. Was machen wir jetzt?“ „Da ist noch eine im Lieferwagen, geladen. Hol sie, Morrie. Und bring noch extra Gewichte für die Leichen mit.“ Morrie ging los, um die Ausrüstung zu holen und ließ Logan kniend auf dem Boden. Er kam schnell zurück, einen Sack in der einen Hand und eine Tätowierpistole in der anderen. „Hab’s,“ sagte er, ließ den Sack fallen und hielt die Pistole hoch. „Sie braucht ungefähr zwei Minuten um warm zu werden, dann kümmern wir uns um diesen Clown, erschießen beide und werfen sie in die Bucht. Sally, bring den anderen schon mal zum Wasser, während wir den hier tätowieren. Wir kommen in einer Minute nach.“ “Soll ich ihn erschießen oder auf dich warten?” „Warte. Wir kümmern uns um beide gleichzeitig.“ Sally hob Sketchy hoch und warf seinen bewusstlosen Körper über seine Schulter, dann ging er durch den Hintereingang hinaus. „Das Ding sollte fertig sein. Gib unserem Freund hier sein Schönheitsmal,“ wies Rennie Morrie an, der begann, die Pistole auf Logans Nacken zu senken. „Oh, kann ich bei der Party mitfeiern?“ erklang Max’ Stimme. Die zwei Männer drehte sich um und starrten sie an, wie sie da stand, die Hände auf den Hüften, und sie anlächelte. Morrie zog eine 9 Millimeter heraus und richtete sie auf Logan. “Wer zur Hölle bist du, Babe?” fragte Rennie. „Ich bin Max.“ Max schlenderte provozierend vorwärts und bannte die Blicke der Männer auf jede ihrer Bewegungen. „Also, Max, wenn du ein bisschen Spiel und Spaß willst, dann helfen wir dir gerne, aber wir müssen uns erst mal um unseren Freund kümmern.“ Rennies Augen wanderten über ihren Körper und er grinste anzüglich. „Was macht ihr mit ihm?“ Max kam näher und steigerte die offensichtliche Lust in den Augen des Mannes. „Er bekommt einen Barcode wie die Freaks ihn haben,“ informierte Morrie sie. “So einer wie der hier?” Damit drehte Max sich um und warf ihr Haar hoch, wodurch sie ihren Strichcode zeigte. Bevor der Mann reagieren konnte, vollendete sie die Drehung, trat aus und brachte die Waffe aus Morries Hand zum Fliegen. Rennie hatte seine eigene Waffe gezogen, aber Max sprang in die Luft und machte gleichzeitig einen Salto, als sie über ihre Köpfe flog. Sie landete hinter deren Rücken mit dem Gesicht zu ihnen, so dass sie jetzt zwischen ihnen und Logan stand, der aufgestanden war. „Bleib zurück, Logan,“ zischte sie, als sie in einen Handstandüberschlag sprang. Die beiden Gangster drehten sich gerade zu ihr um, als sie wieder runterkam und sie erwischte beide mit ihren Füßen im Gesicht, was sie rückwärts gegen die Wand fliegen ließ. Sie trafen die Wand, rutschten hinunter und blieben da, zu kleinen Häufchen vor der Abtrennung zusammengekrümmt. Mit einem wachsamen Auge auf den beiden ging Max zu Logan und zerbrach mit einem Knacken die Handschellen an seinen Handgelenken. „Billiger Schrott.“ Sie warf sie angewidert zur Seite. Logan hob die Waffen auf, die die Gangster fallengelassen hatten und folgte ihr zur Wand. „Moe und Larry brauchen noch eine Minute. Hast du irgendwo ein Seil gesehen?“ fragte sie. “Sie haben vielleicht noch mehr Handschellen im Lieferwagen. Sie schienen ziemlich gut ausgestattet zu sein. Lass mich mal nachsehen.“ In kürzester Zeit war Logan zurück mit zwei Paar Handschellen. Max hatte die beiden zu einem Stützpfeiler gebracht, wo sie und Logan die beiden schnell zusammen und um diesen herum fesselten. „Das sollte die beiden hier halten, bis die Sektorpolizei ankommt. Ich habe Matt Sung auf meinem Weg hierher alarmiert,“ sagte Logan ihr. “Gute Sache, dass du dich nicht für die Rettung auf sie verlassen hast,” bemerkte Max. „Wo ist Sketchy?“ „Der dritte Handlanger hat ihn nach draußen gebracht, um dort zu warten.“ „Ich werde ihn holen. Hat Sketchy dich gesehen?“ „Nein, er hatte die Augen verbunden und war bewusstlos.“ “Gut. Ich möchte nicht, dass er die Verbindung zwischen dir und unserem allwissenden Freund herstellt, wenn das hier alles rauskommt.“ Sie zwinkerte ihm zu. Das Geräusch sich nähernder Sirenen drang in die Still des Lagerhauses. „Klingt, als ob Matt fast da sei. Warum gehe ich nicht raus zum Aztek während du dich um Curly da draußen kümmerst?“ „In einer Sekunde.“ Max ging hinüber und stieß Logan in die Brust. „Ich habe dir gesagt, dass du vorsichtig sein sollst. Was zur Hölle hast du dir dabei gedacht?“ Logan sah auf sie hinunter, dann grinste er. „Das gleiche, was du dir denkst, wenn du direkt in den Ärger hineinläufst?“ Max sah ihn einfach nur an. Die Sirenen waren direkt draußen, ihr Geheule wurde lauter. Logan erwiderte ihren blick, dann beugte er sich hinunter, überrumpelte sie und küsste sie hart. „Danke, Max.“ Er atmete ein, dann sagte er, „Max, da ist etwas, worüber ich mit dir reden muss...“ Eine Autotür schlug zu und sie hörten Stimmen und Schritte näher kommen. „Polizei,“ rief Matts Stimme, widerhallend in dem leeren Lagerhaus. Sie konnten eine Taschenlampe durch Löcher in der Absperrung sehen. „Komm Logan, wir müssen los. Wir sollten beide nicht hier gesehen werden.“ Max zog ihn hinter sich her, aus der Hintertür hinaus. „Ich treffe dich in fünf Minuten am Auto.“ Sie war rasend schnell verschwunden, in Richtung Wasser und Logan ging schnell zum Aztek zurück.
Waschsalon, Sektor 5 – 4. Dezember, abends Das chaotische Büro hinter dem Waschsalon war in ein ordentliches und sauberes verwandelt worden. Die Wände waren alle gestrichen und die zerbrochenen Regale waren repariert. Zwei neue Tische, jeder mit einem Computer und einem Telefon, hatten den alten ersetzt. Auf einem Aktenschrank im hinteren Teil stand ein Fernseher. Gem stellte einige Flaschen und Gläser auf den Tisch und griff in eine Tasche, um ein paar Cracker herauszuziehen. Als Alec das Büro durch die Schwungtüren betrat, fragte er, „Alles bereit?“ “Hast du das Schild aufgehängt?“ fragte sie und sah über den Tisch, hinter dem Elfe in einem alten Kinderwagen lag. „Das wo drauf steht, dass dies ein Detektivbüro ist?“ Alec nickte. „Ja, über dieser Tür, genau wie wir es geplant haben,“ bestätigte er. „Wir werden ein Schild an der Fensterfront aufhängen, wenn der Waschsalon wieder läuft und wir uns einen Namen ausgedacht haben.“ „Jep,“ nickte Gem. „Also sind wir für die Party bereit,“ schloss sie und öffnete die Hintertür. Erschrocken sprang sie zurück und ging in Angriffstellung, nur um festzustellen, dass Joshua bereits vor der Tür gewartet haben musste. „Hey, Joshua!“ begrüßte sie ihn, schwer atmend. „Hey, Gem. Hey Alec!“ sagte Joshua und trat ein. „Sieht viel besser aus, als das letzte Mal, als Joshua hier war.“ Die Türen auf der anderen Seite schwangen auf und Original Cindy und Sketchy traten ein. Original Cindy umarmte Gem und sagte, „Das ist wirklich cool hier, ich kann es kaum glauben, dass ihr euer eigenes Geschäft aufmacht.“ “Besser als ein Fahrradkurier zu sein, was, Sketchy?” fragte Alec und Sketchy nickte. „So viel besser. Hey, hört zu, wenn ihr jemals Hilfe von einem Journalisten braucht...“ begann er, wurde aber von Max unterbrochen, die Hand in Hand mit Logan hereinkam. „...dann werden sie es besser wissen, als dich anzurufen,“ lachte sie und umarmte alle. „Glückwunsch zu eurer eigenen Detektei,“ sagte sie zu Gem und Alec. „Wusstet ihr zwei, dass dies schon vorher ein Detektivbüro war? Ich kann es kaum glauben, dass ihr ausgerechnete hier gelandet seid...“ sagte sie. Alec sah überrascht aus. „Wirklich? Woher weißt du das?“ Max zuckte mit den Achseln und sah Logan an. „Hatte mit dem alten Inhaber was zu tun.“ Gem pfiff. „Jetzt weiß ich, wofür die ganzen Akten waren. Was ist mit dem Typen passiert?“ Max zuckte mit den Achseln und sagte, „Nicht das richtige Thema für eine Party. Ist den falschen Leuten über den Weg gelaufen. Aber du kannst dir sicher sein, dass er nicht herkommen wird, um sein altes Büro zurückzufordern.“ „Sein Büro zurück?“ wiederholte jemand aus dem Türrahmen. Als sie sich umdrehten, sah die Gruppe Ginger dort stehen. Sie trat auf Original Cindy zu und versuchte ein schwaches Lächeln. Ein Moment des Zögerns verging, bevor Original Cindy „Hey,“ antwortet und ihr einen flüchtigen Kuss gab. „Okay, also lasst und mit der Party anfangen und was trinken,” schlug Gem vor und gab Alec eine Flasche Sekt. „Sind alle da?“ fragte Alec. Er lächelte, als die Tür sich wieder öffnete. „Hey, Asha.“ „Hallo allerseits,“ grüßte sie zurück und lächelte, als Alec kam, um sie zu umarmen. Er begann die Flasche zu öffnen. Gerade als der Korken herauskam und gegen die Decke flog, öffnete sich die Tür wieder und Matt Sung kam herein. Er hielt inne, als er Joshua sah, aber Logan ging zu ihm hinüber und lächelte. „Hey Matt. Klasse, dass du kommen konntest.“ “Hey Logan. Max, Alec, Gem, Joshua,” grüßte er alle, die er kannte. „Hey, Original Cindy.“ Logan stellte ihm den Rest vor. „Das sind Asha und Ginger. Oh, und das Baby im Wagen ist Elfie.“ Alec gab jedem ein Glas Sekt und sagte, „Dank an Logan, dass er den ganzen Papierkram für uns gemacht hat, und an Matt, dass er uns mit der Detektivlizenz geholfen hat. Ohne sie hätten wir in einem Jahr noch nicht starten können. Die Behörden in dieser Stadt sind immer noch keine großen Fans der transgenetischen Spezies.“ Matt zuckte mit den Achseln. „Sie sind keine großen Fans von niemandem, der nicht so korrupt ist wie sie.“ Max hob ihr Glas und sagte, „Auf Gem und Alec und ihre Agentur. Wir wünschen euch eine Menge Klienten mit Massen an Geld.“ „Auf Gem und Alec!“ sagten alle und stießen mit ihren Gläsern an. Sekunden später wechselte das Programm auf dem Fernseher, das die ganze Zeit gelaufen war zu dem rot, blau und weiß von Eyes Only. Alec drehte den Ton lauter. „Dies ist ein Streaming Freedom Video Sonderbericht. Der Einbruch ins Kabelnetz dauert genau sechzig Sekunden. Er kann nicht zurückverfolgt oder gestoppt werden und es ist die letzte freie Stimme, die es in dieser Stadt noch gibt. Spiele mit der Möglichkeit Geld zu gewinnen, haben die Menschen schon immer fasziniert. Die letzte Version dieser vielversprechenden Spiele ist Seattle Superstar. Mit einem Hauptgewinn von $100.000 zieht es Menschen an, die versuchen aus ihrer Armut auszubrechen. Aber statt ihnen die Chance zu geben, Geld zu gewinnen, nehmen die Produzenten dieser Show Cash von ihnen als Startgeld und töten dann die Gewinner. Sie versprechen Hoffnung und die Chance auf ein besseres Leben, aber sie bringen den Tod zu den Hilflosen. Haltet euch von ihnen fern. Das war ein Streaming Freedom Video Sonderbericht aus dem Eyes Only Informantennetz. Peace. Out.“ Max sah Logan überrascht an. „Wann hast du das gemacht?“ murmelte sie. „Bevor ich dich abgeholt habe. Habe es programmiert zu starten, während wir hier sind,“ flüsterte er zurück, lächelnd. “Hey, das ist so cool,” rief Sketchy zu ihnen hinüber. „Ich dachte, mein Ende wäre gekommen, als diese Typen mich gekidnappt haben. Gute Sache, dass Eyes Only der Mann ist, der die Wahrheit erzählt. Frage mich, woher er das wusste.“ Matt nickte. „Ja, ich frage mich das auch oft. Der Typ sollte sich ‚Ears Only’ nennen. Er scheint seine Ohren überall zu haben.“ Der Blick, der Matt ihm zuwarf, ließ Logan seinen Arm fester um Max schlingen und nicken. „Ja, vielleicht sollte er das.“ „Aber du warst so gut darin, Cello zu spielen, Sketchy,“ lachte Original Cindy, um das Thema zu wechseln, dass Logan offensichtlich unbehaglich war. „Ja, das bin ich, Sketchy – Mann voller Talente,“ sagte er und wich den Crackern aus, die Max und Original Cindy nach ihm warfen.
ENDE VON AKT IV
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